Pearl S. Buck – Die Mutter

25 Mrz

mutter

Bevor ich zum Inhalt der Geschichte komme, möchte ich etwas zu der hier vorliegenden Ausgabe von 1959 sagen. Ich kaufe total gerne gebrauchte Bücher und liebe diese alten vergilbten Ausgaben. Besonders schön ist es zu sehen, wie sich die Aufmachung der Bücher im Laufe der Zeit verändert. In dieser Ausgabe zum Beispiel findet man zwischendrin zwei Werbungen abgedruckt. Damit meine ich nicht die Werbung für weitere Bücher, die am Ende des Buches abgedruckt ist, wie heute noch üblich, sondern Werbung für ganz andere Artikel. Das schöne daran ist, wie ich finde, dass die Werbetexte auf das Buch zugeschnitten sind:

mutter1mutter2

mutter3

Nun zum Inhalt des Buches. Der Klappentext sagt:

„Der hier vorliegende, erstmalig 1934 erchienene Roman ist das Hohelied der Mutterliebe. Seine Heldin ist eine arme bäuerliche Frau, die ihr schweres, oft leiderfülltes Dasein hinnimmt und einzig aus dem nie versiegenden Quell der Liebe zu den Kindern alle Kraft schöpft. Aber über die Schilderung eines erschütternden Frauenschicksals hinaus wird auch dieser Roman zum Epos des bäuerlichen Lebens Chinas.“

Dieser Roman bringt uns die Lebensweise der chinesischen Bauernfamilien näher. Die Hauptperson dieser Geschichte, die Mutter, ist zu Anfang des Romans eine absolut zufriedene und glückliche Frau. Sie hat einen Mann, den sie liebt, zwei Kinder, ein drittes wächst in ihrem Bauch heran, sie geht jeden Tag aufs Feld um zu arbeiten und versorgt abends ihre Familie, zu der auch die bei ihnen lebende Schwiegermutter gehört. Jeder Tag gleicht dem nächsten, doch sie ist glücklich und liebt ihre Familie und  ihr Leben. Ihr Mann hingegen ist nicht zufrieden mit diesem eintönigen Leben, er möchte etwas Neues erleben. Er geht gerne in die Stadt um zu spielen, er hat Glück im Spiel und gewinnt häufig. Und eines Tages geht er weg zum spielen und kommt nicht wieder. Da die Frau diese Schande nicht ertragen kann erzählt sie im Dorf sie wüsste wo  ihr Mann sich aufhält, er hätte einen Job in der Stadt angenommen und würde Geld nach Hause schicken. Die Schwiegermutter ist verärgert, weil sie nicht eingeweiht war, glaubt ihr aber und ist stolz auf ihren Sohn. Da im Dorf jeder jeden kennt und alles was passiert sich sofort rumspricht, wundern sich natürlich irgendwann die anderen Frauen, warum der Mann ihr nicht schreibt oder sie besucht. Da läuft die Mutter in die Stadt und schreibt den lang ersehnten Brief selber, sie schreibt, dass der Arbeitgeber so zufrieden mit ihrem Mann ist, dass er ihn nicht gehen lässt. Und sie schickt Geld mit. Nun hat sie erstmal eine Weile Ruhe…doch sie selbst ist natürlich todunglücklich. Seit ihr Mann fort ist, ist ihr Leben verändert. Es läuft nicht mehr jeder Tag gleich ab, es treten Probleme und Sorgen auf, die sie alleine bewältigen muss. Sie muss die Kinder verheiraten, damit diese versorgt sind und dann muss sie ihre Stellung als Herrin des Hauses abtreten.

Dieses Buch zeigt uns nicht nur das Leben chinesischer Bauernfamilien, sondern macht auf eine schöne Weise klar, was im Leben wichtig ist. Zu Anfang der Geschichte war die Mutter glücklich, nicht weil sie Geld hatten (sie waren immer arm!), sondern weil ihr Leben Stabilität hatte. Weil sie eine Familie hatte, Menschen die sie liebte und die sie liebten.

Fazit: Eine sehr schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: