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Ken Follet – Sturz der Titanen

20 Nov

Sturz der Titanen

Übersetzung: aus dem Englischen von Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher

Genre: Historischer Roman

Reihe: Die Jahrhundert-Saga:

Sturz der Titanen (1)

Winter der Welt (2)

Edge of Eternity (3)

Verlag: Bastei Lübbe (2012)

Taschenbuch: 1020 Seiten

ISBN: 978-3-404-16660-2

Über den Autor: Ken Follet (*1949 in Wales) arbeitete nach seinem Studium zunächst als Zeitungsjournalist. Der Spionagethriller “Die Nadel” verschaffte ihm den Durchbruch als Schriftsteller. Der Weltbestseller “Die Säulen der Erde” verschaffte ihm den größten Erfolg.

Klappentext:

Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert.

England. Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie, ist Dienerin im Haus von Earl Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt für die Rechte der Frauen zu kämpfen.

Deutschland. Walter von Ulrich sehnt sich nach einem demokratischen Deutschland. In London verliebt er sich Hals über Kopf in die emanzipierte Lady Maud. Doch der Ausbruch des Krieges reißt die Liebenden auseinander.

Russland. Grigori und Lew Peschkow wachsen als Waisen auf. Während Grigori zu einem Anführer der Revolution wird, gelangt Lew in Amerika zu Reichtum. In geheimer Mission kehrt er in die Heimat zurück – und trifft auf seinen Bruder.

Menschen und Schicksale im Schatten des Ersten Weltkriegs, der die Mächtigen stürzen und das Leben aller verändern wird.

Erster Satz:

An dem Tag, als George V. in der Westminster Abbey den Thron bestieg, fuhr Billy Williams zum ersten Mal in die Grube von Aberowen ein.

Meine Meinung:

Ein sehr interessanter Roman, der einen mitfiebern lässt. Einzig die Passagen über dein Krieg, die Schlachten und Strategien habe ich überblättert, weil ich so etwas einfach nicht gerne lese. Aber das ist wohl Geschmacksache. Dennoch denke ich, dass ich den zweiten Teil dieser Reihe lesen werde, weil mir die Menschen und ihre Schicksale sehr ans Herz gewachsen sind und ich erfahren möchte, wie es ihnen weiter ergeht.

Herz Herz Herz

Beate Maly – Das Sündenbuch

15 Feb

sündenbuch

Klappentext:

Dieses Buch ist Sünde – und wer es besitzt, ist dem Tode geweiht!

„ Eine junge Frau auf einer gefährlichen Reise von Prag nach Lissabon. An ihrer Seite: der Arzt Conrad. Ihr Gegner: geheime Mächte innerhalb der Kirche. Jana und Conrad sind die Hüter eines besonderen Schatzes; eines Manuskriptes mit brisantem Inhalt. Für die Kirche ist es das Sündenbuch. Noch fehlt ihnen der Schlüssel, um das Geheimnis des Buches zu enträtseln. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihn suchen. Eine gefährliche Jagd quer durch das Europa des 17. Jahrhunderts beginnt…“

Jana ist eine, für die damalige Zeit, stark emanzipierte Frau, die, trotz einer Abmachung der Familie, ihren Verlobten verlässt und auf der Spur eines geheimen Buches mit einem Arzt durch Europa reist. Es ist lustig und ärgerlich zugleich zu lesen, wie Männer damals über Frauen gedacht und sie behandelt haben. Sie haben ihnen wirklich nichts zugetraut (mal abgesehen von Küche und Haushalt). Es hat mich wirklich amüsiert wie erstaunt der Arzt über Janas kluge Vorschläge war.

Auch der Ton, den Beate Maly gegenüber der Kirche angeschlagen hat, hat mir gut gefallen. Das geheime Buch enthält so brisante Informationen, dass selbst der Papst bereit ist dafür zu töten. Will die Kirche etwas verbergen, oder will sie die Informationen aus diesem Buch für sich nutzen? Krass auch, wie sehr die Kirche versucht hat die Wissenschaft auszubremsen weil diese den Menschen, die sie unter Kontrolle halten wollten die Augen geöffnet hat

Die Charaktere sind sehr schön bildlich beschrieben und man fasst schnell Sympathie, vor allem für den Arzt 🙂 Ich mochte seine Art total gerne. Vor allem als sich Gefühle zwischen ihm und Jana anbahnten. Aber auch die Charaktere von Jana, Bedrich, Tomek und Jendrik sind sehr gut und echt beschrieben. Man kann die inneren Konflikte der Menschen sehr gut nachvollziehen.

Wie in anderen historischen Romanen ist mir auch hier wieder die Unwissenheit der Ärzte aufgefallen. Amüsant zu lesen, wie sie Vermutungen darüber anstellen, warum Operationen, die mit sauberen Händen durchgeführt werden, sich nicht so schnell entzünden. Was für uns heute selbstverständlich ist, musste damals erst herausgefunden werden.

Insgesamt ein sehr schöner, spannend und unterhaltsam geschriebener Roman, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Ann Benson – Die siebte Geißel

8 Feb

pest

Klappentext:

Spanien, im 14. Jahrhundert: Alejandro Canches, ein junger Arzt, wagt im Kampf gegen die Pest ein Sakrileg: eine Autopsie. Von den Inquisitoren gejagt, flieht er in die Papststadt Avignon. Als er dort am Hof Adele begegnet, erwacht in ihm die Hoffnung auf eine glücklichere Zukunft.

Siebenhundert Jahre später forscht Janie Crowe, Chirurgin und forensische Archäologin, auf den Spuren Alejandros. Bei ihren Recherchen stößt sie eines Tages auf ein ungewöhnliches Tuch aus dem Mittelalter. Noch ahnt sie nicht, daß ihre Entdeckung eine tödliche Bedrohung für die Menschheit birgt…

Dieser Roman hat also zwei Erzählstränge. Einer spielt in der Vergangenheit, der andere in der Zukunft. Und doch haben sie viel gemeinsam.

Ich hatte dieses Buch schon länger zu Hause liegen, aber irgendwie hat es mich nie gereizt. Eigentlich mag ich diese Eine-Seuche-breitet-sich-aus-Lauf-gegen-die-Zeit-Dramen nicht. Aber da ich mir vorgenommen habe, gerade die Bücher die ich schon lange hier rumliegen habe mal zu lesen…musste es jetzt dieses Buch sein. Und überraschender Weise hat es mir sehr gut gefallen. Es ist spannend geschrieben, die Charaktere waren mir sympathisch und ich habe regelrecht mitgefiebert. Vor allem am Anfang, wenn man noch nicht viel über die Welt im Jahr 2005 weiß ist es spannend, weil man nur bruchstückhaft etwas erfährt und sich die ganze Zeit fragt, was da eigentlich los ist. Was mit der Welt passiert ist… Besonders gut fand ich auch die medizinischen Erkenntnisse, die Alejandro im Laufe seiner Praxis erlangt und die für uns natürlich längst nichts Neues sind. Aber schön sich mal bewusst zu machen, dass das Wissen was uns zur Verfügung steht auch erst von jemandem erlangt werden musste. Gut fand ich auch, dass es nicht immer ein Happy End gab. Das macht es realistischer.

Nur das Ende. Das hat mich verwirrt. Ich muss zugeben: Ich habs nicht verstanden. Also wenn da draußen jemand mitliest, der das Buch auch gelesen und es verstanden hat: Bitte klär mich auf!
Aber ansonsten ein dickes Plus für dieses Buch. Bei der Fortsetzung bin ich mir allerdings noch etwas unsicher, die Kritiken sind ja nicht so gut, aber vielleicht trau ich mich trotzdem ran…mal schauen.

Sybil Volks – Torstraße 1

11 Dez

So, nun erstmal ganz kurz zu dem zuletzt von mir gelesenen Buch Torstraße 1. Ein sehr schönes Buch über das geteilte Berlin und das Leben der Menschen in dieser geteilten Stadt. Ihr Denken, Handeln, Zweifeln, Hoffen, Verstecken, Verzweifeln, Verlieren und Wiederfinden, Lieben und Leben. Wunderschön geschrieben. Absolut empfehlenswert.

9783423280044

Ich weiß, es gibt so unglaublich viele Bücher zu dem Thema und ehrlich gesagt, wenn ich nicht vorher reingelesen hätte, wäre es mir wohl nie aufgefallen. Aber nach der Leseprobe war ich doch gefesselt und bin jetzt froh es ganz gelesen zu haben. Was soll ich sagen? Es hat mich berührt.

Wie hat es euch gefallen?